|| ARCHITEKTUR - WOHNEN NEU ERFINDEN

Die Überbauung «Leistenfabrik 2.0» vereint Tradition und Moderne und verspricht attraktives Wohnen mit Wohlfühlcharakter. Auf dem Areal entsteht in Anlehnung an das Fabrikgebäude ein Langhaus mit 32 Wohnungen. Die Umsetzung der Gebäude bricht mit ihrer Vergangenheit, soll aber das Andenken bewahren. Elemente aus früheren Zeiten wie der Turm, der Kessel und Teile der Alten Leistfabrik im Nordosten bleiben erhalten. Sie stehen fortan im Zusammenspiel mit den heutigen Bedürfnissen. So treffen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an einem Ort. Das industriell anmutende Fassadenbild mit tonfarbigen Fassadenplatten verleiht den Gebäuden eine zusätzliche Wertigkeit und passt sich der Ortslage an.

Richtung Süden und Westen orientiert, entstehen drei Punkthäuser mit 22 Wohneinheiten. Leicht versetzt werden die beiden nordwestlichen Häuser auf etwas erhöhtem Terrain erstellt. Die Grünanlagen und der grosszügige Quartierplatz schaffen ein stimmiges Konzept für Wohnen im Zentrum und bieten kreative Freiräume.
Die Veränderung der Gemeinde an diesem Industriestandort schafft völlig neue Möglichkeiten für zentrales Wohnen mit guter Infrastruktur und umfangreichen Kultur- und Freizeitangeboten.

Ansprechende und durchdachte Grundrisse mit Wohnflächen zwischen 61 bis 114 m² decken die Bedürfnisse von Paaren, Alleinstehenden und Familien ab.
 
Um den Hobbyträumen nachzugehen, dürfen auch Hobbyräume nicht fehlen.

Die Häuser sind durch eine Tiefgarage verbunden, von wo aus jedes Haus einzeln mit einem Lift erschlossen ist. So gelangt man in die modernen, hellen Wohnungen, die neben Wohnfreude pur auch gemütliche Stunden an Ihrem persönlichen Rückzugsort garantieren.
 
Ab Herbst 2020 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein.

|| GESCHICHTE ALTE LEISTFABRIK

Auf dem Areal zwischen der Erlinsbacherstrasse, der Jurastrasse und der Hinteren Schachenstrasse stellte die Bally-Schuhfabrik bis in die 1980er-Jahre Schuhleisten und andere Produkte her.
 
Für die Niedergösger Industriegeschichte der Nachkriegszeit kann die Bally-Leistfabrik als exemplarisch gelten.

Während Mitte der 1960er-Jahre etwa 160 Mitarbeitende in der Bally-Fabrik arbeiteten, waren es Ende der 1980er, als die Leistenproduktion aufgegeben wurde, noch 90 Angestellte.

Das ursprünglich attraktive Gebäude, die Alte Leistfabrik – eine Erinnerung an das industrielle Erbe der Region – wurde abgetragen. Der historische Hochkamin und der auf der Nachbarparzelle gelegene Siloturm sind prägnante Elemente des Ensembles der Alten Leistfabrik und bleiben als schützenswerte Kulturobjekte erhalten.
 
Wo früher edle Schuhe kreiert wurden, entsteht ein neues Ortsbild, das die Vergangenheit nicht vergisst.